Kultur & Gespenster: MEDIENZEIT – COMPUTERSPIELE
Lara Huber: N – Normal
Andi Schoon: Die schwache Stimme

Neue Rezensionen und Texte

  

 

Der Kulturwissenschaftler Christian Huck zeigt in seinem neuen Buch, dass Popkultur in Deutschland immer auch eine Frage neuer Vertriebswege war - für Romane, Musik und Alkohol.

Von Birthe Mühlhoff (Süddeutsche Zeitung 7. Juli 2018)

 

Mary Jo Bang hat den Mut, etwas zu schaffen, das eigentlich zu privat ist, um Lyrik im herkömmlichen Sinn zu sein – gesetzt, dass Lyrik per se nicht auf längere Strecken eindeutig sein kann. Man könnte auch von einem „Sachbuch“, einem Erlebnisbericht sprechen. Und wäre Mary Jo Bang nicht eine so phänomenale Ästhetin und Komponistin in Sachen Umbruch, Sprache und Wortschatz, man wäre sich eigentlich sicher, hier liege ein Barthes’sches Tagebuch der Trauer o. Ä. vor.

 

Nevertheless. 17 Manifestos Issue No 2

gewinnt den 
»Förderpreis für junge Buchgestaltung« 2018!


In dem Wettbewerb »Förderpreis für junge Buchgestaltung« wurden von einer aus Gestaltern und Hochschulexperten besetzten Jury aus insgesamt 147 Einsendungen drei mit je 2.000 Euro dotierte Gewinnertitel ausgewählt. Kriterium für diesen Wettbewerb sind besonders innovative, zukunftsweisende Konzepte zur gestalterischen Weiterentwicklung des Mediums Buch.

Mehr Informationen zum prämierten Posterbook finden Sie auf unserer Website.

 

Pillepalle-Pop bedeutet: schnelle, nonverbale und emotionale Kundenbindung. Eigenschaften, mit denen er als Mittler der Waren- und Konsumwelt zunehmend an Bedeutung gewinnt. Marcus Weber übersetzt diese Zeichenwelt, malend, klassisch Öl auf Leinwand, für uns ins Feld der Kunst und das mit einem naiv anmutendem Duktus. Damit testet er die Integrationsfähigkeit des Kunstbetriebs und belastet gleichzeitig dessen Anspruch, gesicherte Werte zu repräsentieren.

 

Andreas Lechners Text selbst operiert mit einem groß angelegten Literaturverzeichnis, das eine schöne Quellenauswahl repräsentiert, die über den Tellerrand blickt. Er versucht, die Gebäudelehre in ihren kritischen Inhalten lehrplanmäßig zu verorten, doch ist dies insgesamt ein eher eigenständiges theoretisches Thema, dem die Deutungshoheit nicht erst seit Durand in verschiedene Schulen entglitten ist, sodass auch hier eher einer Einzelstimme Raum gegeben wird, fast unabhängig von ihrer Bebilderung.