Geospekulation ((nor) 28. 3. 2020)

Textem veröffentlicht hier täglich Tagebuchnotizen und Korrespondenzen aus aller Welt. 

»Die Zerstreuung kann sich nur bei völliger Relativität der Dinge entfalten. Nichts darf wichtiger sein als etwas anderes. Je weiträumiger die Zerstreuung ist, umso eher kann es in diesen Zwischenräumen zu unvorhersehbaren, wunderbar entlegenen Ereignissen kommen.
Denn was geschieht mit den Dingen und Gedanken, wenn wir sie beiseite lassen? Sie zerfallen! Sie zerfallen, zerbröseln und verkrümeln sich in ihre Einzelmoleküle. Es handelt sich um einen physiologischen Vorgang, der als Dissipation bekannt ist. Bei der Dissipation wird Energie frei ... Zerstreuungsenergie.«

Lesen im Blog ->

 

 

 

Kultur & Gespenster Nr. 20 »Unter dem Radar«
RISS Zeitschrift für Psychoanalyse »Trans«
Dagrun Hintze: »Wer was in welcher Nacht träumte«

TEXTEM VERLAG   Literatur   Kunst/Theorie   Stimmungs-Atlas   Kultur & Gespenster (Zeitschrift)                                             RISS - Zeitschrift für Psychoanalyse

 

 

 

Neue Rezensionen und Texte

  

 

Eine entspannte Welt aus gedeckten Farben, in der sich der Protagonist irgendwie zu Hause, auf jeden Fall nicht unglücklich fühlt. Ein selbstzufriedener Mann, den nichts drängt. Und dessen Selbstbegeisterung sich auf die Beziehung zu Dingen seiner unmittelbaren Umgebung richtet.

 

Ines Berwings Stimme ist selbstbewusst, sie lässt sich nicht auf Moden ein, sie verlässt sich auf das, was zunächst disparat nebeneinander steht, aber im Nu „verkabelt“ sein kann.

 

Dies ist der perfekte Burns. Er ist dermaßen perfekt, dass einem die Worte fehlen – was heißt, dass er diese uferlos produziert. Auch in seinem neuesten, autobiografisch angelegten Werk bleibt Burns seinem holzschnittartigen, schlagschattengesättigten Film-Noir-Stil, für den er berühmt ist, doch mit einigen Ausnahmen, die so umso stärker wirken, treu.

 

Ich liebe solche Orte, schließlich wohnt man nicht in Berlin seiner nicht vorhandenen Schönheit, sondern der Leute wegen. Gemäß dem Spruch: Geht es einem schlecht, ist hier jeder einer zu viel, und wenn gut, dann ist jeder eine Möglichkeit. Trost ist in Berlin von der Architektur nicht zu erwarten.

 

Künstliches Leben zu erschaffen ist ein uralter Traum der Menschheit. Vor über zweitausend Jahren konstruierte Heron von Alexandria eine Art Karussell mit tanzenden Frauenfiguren.

 

 

Die Transformationen im sowjetischen Design seit der russischen Revolution sind stets bedeutende Abbilder eines viel größeren Narrativs. Von harten, neuen, dynamischen Ansätzen der 20er Jahre über ein gemäßigtes Déco bis zu Bombast-Ornamentik in ungeheuren, fast militärisch anmutenden Maßstäben geht die Reise zu interessanten 70ies-Verwehungen, um dann in einer „alles auf einmal“ letzten Phase in den 80er Jahren zu vergehen.

TEXTEM VERLAG   Literatur   Kunst/Theorie   Stimmungs-Atlas   Kultur & Gespenster                                       RISS - Zeitschrift für Psychoanalyse